Pongauer Dom

Das Wahrzeichen von Sankt Johann

Der Pongauer Dom in Sankt Johann im Pongau

Pfarrkiche zu Ehren der Hll. Johannes des Täufers und Johannes Evangelista.

Diese zweitürmige Pfarrkirche mit gotischem Holzbildwerk ist das Wahrzeichen von Sankt Johann. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals 924. Nach dem Marktbrand von 1855 wurde die Kirche von Grund auf neu gebaut (1855-1861). Die neugotischen Altäre beherbergen etliche spätgotische Figuren. Die mächtige Lage über dem Salzachtal sowie der majestätische Innenraum machen den Bau zu einem der Hauptwerke der kirchlichen Architektur.

Baugeschichte

Durch den Marktbrand im Jahr 1855 war der Ort praktisch verarmt. Erst durch eine Kollekte in der gesamten österreichisch – ungarischen Monarchie war es möglich im Jahr 1857 den Neubau zu beginnen. Die Pläne für die eintürmige Kirche im neugotischen Stil stammen von Architekt Schneider aus München. Im Jahr 1862 wurde der Bau des Kirchenschiffs abgeschlossen. Im April 1870 begann man mit dem Bau des Turmes. Da das Geld aus dem Religionsfonds zügig floss, konnte man die Vollendung des Turmes kaum abwarten. Wahrscheinlich wurde auf eine längere Abbindungszeit des Mörtels zu wenig geachtet, und so kam es zu einem weiteren Unglück. Nachdem sich bereits Sprünge im Turmmauerwerk gezeigt hatten, stürzte am 22. Juni 1871 der neugebaute Turm ein. Glücklicherweise gab es keine Opfer. Der Salzburger Architekt Josef Wessiken plante dann die Doppelturmfassae, die im August 1876 fertig gestellt wurde.  Die Kirche stellt ein bedeutendes Baudenkmal der Gründerzeit dar, die vor allem die urbanen Ansprüche in den Vordergrund rückte. Signifikant sind die beeindruckenden Außenmaße (60 Meter lang, 27 Meter breit und 62 Meter hoch), das Bruchsteinmauerwerk und die hohen dreiteiligen Fenster, die den Innenraum mit Licht durchfluten.

 

 

Pfarre St. Johann